Über

Lektionen in Profanität ist eine mögliche Annäherung an das Schreiben: ein Sammelsurium, dessen Konsistenz ein Autor ist, der seinen Instinkten folgt. Diese(r) können natürlich trügerisch sein.

Lektionen in Profanität ist in erster Linie ein egoistisches Projekt, um dem Schreiben einen Rahmen zu bieten: anstatt Texte auf der Festplatte verschimmeln zu lassen, verschimmeln sie von nun an stattdessen auf einem Server im Netz.
Veröffentlichung hat aber auch eine finalisierende und befreiende Wirkung: das Loslassen des Kindes in die Welt.
Sollten sich doch ein paar Leser finden, würde mich das natürlich freuen.

Schreiben begleitet mich nun schon lange als Teil meines „kreativen Schaffenportfolios“, aber im Gegensatz zu den multi-medialen Arbeiten ist kein Verstecken hinter einer Abstraktion oder weiteren Layern möglich bzw. gestaltet sich das wesentlich schwerer. Sprich: Texte machen leichter verletzbar.

Inhaltlich wird behandelt, worauf ich Lust habe. Ich nehme nicht in Anspruch, in den Texten neutral zu sein. Schreiben ist eben auch eine Form von Kontextualisierung und Wertung, aber auch des Verstehens durch Formulieren. Dafür erheben die Texte auch keinen Anspruch auf Deutungshoheit, sie verstehen sich vielmehr als Perspektive.

Tobias Schmitt

Frankfurt, Dezember 2019